Archiv der Kategorie 'Out of Context'

Angst vor Nichts?

Warum, sagt er, warum sollte man das Leben nicht ertragen, da doch ein Nichts schon genügt, es einem zu nehmen? Ein Nichts bringt es, ein Nichts beschwingt es, ein Nichts bezwingt es, ein Nichts vollbringt es. Wenn das nicht wäre, wer könnte da die Schicksalsschläge ertragen und die Demütigungen einer glanzvollen Karriere, die Betrügereien der Lebensmittelhändler, die Preise der Fleischer, das Wasser der Milchhändler, die Aufregung der Eltern, die Wut der Lehrer, das Gebrüll der Feldwebel, die Schändlichkeit der Besitzenden, die Wehklagen der Vernichteten, das Schweigen der unendlichen Räume, den Geruch des Blumenkohls oder die Passivität der Holzpferdchen, wenn man eben nicht wüßte, daß der schlechte und höchst fruchtbare Lebenswandel einiger winziger Zellen […] oder die Bahn einer Kugel, die ihr vorgeschrieben wird von einem unfreiwillig verantwortungslosen Anonymus, alle diese Sorgen unversehens im Blau des Himmels verdampfen läßt.

Austauschbar

Jede Wechselwirkung aber ist als ein Tausch zu betrachten: jede Unterhaltung, jede Liebe (auch wo sie mit andersartigen Gefühlen erwidert wird), jedes Spiel, jedes Sichanblicken.“

Begehren und Wert

[…] der Inhalt wird Gegenstand, sobald er uns entgegensteht, und zwar nicht nur in seiner empfundenen Undurchdringlichkeit, sondern in der Distanz des Nochnichtgenießens, deren subjektive Seite das Begehren ist. […] Das so zustande gekommene Objekt, charakterisiert durch den Abstand vom Subjekt, den dessen Begehrung ebenso feststellt wie zu überwinden sucht – heißt uns ein Wert. Der Augenblick des Genusses selbst, in dem Subjekt und Objekt ihre Gegensätze verlöschen, konsumiert gleichsam den Wert; er entsteht erst wieder in der Trennung vom Subjekt, als Gegenüber, als Objekt.

Charakterstudien

[…] und ich bleibe dabei, daß der Charakter eines Menschen [von „Frau“ geändert in „Mensch“; geändert von Esich Du] sich zeigt, nicht wo die Liebe beginnt, sondern wo sie endet.

Mitdenken statt Mitlaufen

Mitlaufen ohne zu denken, das kann nicht gut sein, nicht einmal für eine gute Sache.

Einzelkämpfermentalität

Geh deinen Weg
in das Leben hinein.
Geh deinen Weg
jeder geht ihn ganz allein.

Reden an die Menschheit

Mensch & Technik

Wahr und im gleichen Maße banal bleibt die Aussage, dass Technik nicht nur unsere Umwelt sondern auch uns beeinflusst. Dann aber bliebe die Frage, welche Konsequenzen dies für die Möglichkeit der Subjektwerdung, dialektisch verstanden ja gerade der Ausdruck des Unterworfenseins und Unterwerfens, haben wird. Ebenfalls dialektisch verstanden wäre das Eingedenken der eigenen Unterwerfung wohl einzig der Ausweg dieser zu entkommen.

Auf dem Arbeitsamt

[…] während der in der Bureaukratie usw. verdinglichte Mensch auch in jenen seinen Organen verdinglicht, mechanisiert, zur Ware wird, die die einzigen Träger seiner Auflehnung gegen diese Verdinglichung sein könnten. Auch seine Gedanken, Gefühle usw. werden in ihrem qualitativen Sein verdinglicht.

Vernunftkritik

The Sleep of Reason, gives birth to monsters.



kostenloser Counter
Poker Blog