Gedichte

Liebe ist kein Kinderspiel

Ein Spiel,
ein Kinderspiel,
ein Kinderspiel für zwei.
Zwei Hände, die sich berühren.
Zwei Paar Hände, die sich berühren

Die Fingerspitzen nähern sich,
ganz langsam, ganz behutsam,
gleich treffen sie sich, treffen aufeinander,
ein Treffen wie ein Kuß
Fingerspitzengefühle.

PIFF, PAFF !!!
Schrecksekunde
erschrocken schreckt meine Hand zurück
die Haut glüht feuerrot
deine roten Lippen lachen erschreckend.

Ich erinnere mich gedacht zu haben
„Liebe Menschen streicheln nur“
während ich weine
und durch die Tränen
deine wieder schlag-bereiten Hände sehe.

Zwei Hände, die sich berühren,
die darauf warten berührt zu werden.
Über deinem Lächeln die Augen geschlossen.
Ich gehe.
Kein Kinderspiel.

Aus den Trümmern meiner Schreibblockade

Mir fehlen die Worte,
verschanzt hinter Blockaden
kein Lesen,
nicht mehr als gebrochenes Schreiben,
in abgebrochen Sätzen
abgestürzte Gedanken.
Die Bücher im Regal
werden zu einstürzenden Neubauten
im Gefängnis meines Alltags,
alltäglich einem Höhlengleichnis gleich
blendet nicht das grelle Licht
sondern nur die grauen Schatten
im Verzug eins Tages
als Hinterhoftheater
dem die Aura längst entflog.

„mirdochsowasvonegal“

Außen glänzt der Bordstein,
Innen verwesen die Fetzen,
tief drunten Tropfen,
Wasserfarbe auf ein Bild,
das nichts hält,
weil nichts verspricht,
das nicht endet,
weil nicht endet
was begann
und so wächst und quilt,
kaum zu stopfen,
ein Wirren und Hetzen
als Mosaik allein.

Glück und Denken

Der Unglückliche spricht:
Glückliche Menschen denken nicht,
denn es ist des Unglücklichen Recht
und so achtet wenn Ihr sprecht,
wer da spricht:
Glückliche Menschen denken nicht!

Ernst Jüngers veränderte Welt

Weil das Objektiv das Objektive sichert
filmt die Kamera den Kameraden
um zu blicken hinter seine Maske
und zu erkennen die Gestalt des Arbeiters.

Zeitprobleme

Auf engstem Raum lokalisiert
zwischen den Wellen
zwischen den Zeiten
desynchronisiert

Beschleunigung trifft Entschleunigung im Zeitsprung
zwischen gestern und morgen
zwischen endlosen Sekündlichkeiten
im Niemandsland

Keine Uhr läuft richtig
der Takt verzählt sich
das Herz schlägt falsch
in Gedanken versunken…

Handwerk I

Pawoum, Pawoum, der Hammer fällt
die Säge reißt ratatsch ratatsch
das Holz in Stücke
Stück für Stück
dem Hammer neue Nahrung
auf das er fällt
erneut.

Re_thinking_Marx

Über Marx reden
ist selbst Leistung
ist selbst Tausch
und doch anders

Anders als man denkt
wenn man denkt
das man denkt
weil man denkt

deine Arbeitskraft
wird meine Erkenntnis
und ich beute dich aus
weil du doppelt frei bist.

Wissensfabrik im Morgengrauen

Im Sonnenschein ein Gespräch
viele kluge Worte
und der Sinn
ergibt sich aus dem Spiel

Ein Spiel das wir spielen wollen
gemeinsam sein
auch wenn es nur der Wunsch
nach Gewohnheit ist

Ich will dich hören
du hörst mir zu
wir verstehen uns
weil es Wissen sein könnte.

Zwischen den Zeilen

Zwischen den doors
rumort ein Traum von Fleetwood Mac
doch du bist nicht da
und ich sehne mich danach

soweit weg von dir
soweit ich kann
mich zu retten
für nur eine Sekunde

und solange ich denken kann
stehst du neben mir
stehst du in mir
und ich werde dich nicht los

also fliehe ich weiter
bis es in ich verschwindet, das
„Wish you were here“
und ich in deinen Armen träumen darf.



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