Aufbruch

[…] mit der Gesellschaft, die den Schein vom gerechten Tausch der Äquivalente noch aufrechterhalten konnte, zerfallen die kantischen Subjekte. Die Manager des Großkonzerns, der wegen seiner Überschuldung nicht mehr Bankrott erklären kann, der Scheck- und Computerbetrüger, der nicht einzusehen vermag, warum Zahlenkolonnen auf Monitoren noch realen Vorgängen adäquat sein sollten, und der Schizo aus der Alternativ- oder Schattenökonomie, der zum Naturalientausch oder gar zum Potlach zurückfindet, haben wenig, aber doch dieses gemeinsam: der Glaube an den Tausch von Äquivalenzen ist ihnen wie der Glaube an die eine verbindliche Vernunft abhanden gekommen. Es beginnt das Abenteuer einer Postmoderne, in der Kategorien wie Äquivalenz, Adäquanz und Identität so verwahrlosen wie der Tausch, nach dessen Bild sie formiert waren.

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