Archiv für März 2010

Vom Sinn und Unsinn der Frage nach dem Sinn des Lebens

Nach dem Sinn des Lebens fragen, ist analog zu folgendem:

Wir sitzen in einem Keller und ich frage dich, „wieviel Uhr ist es?“ und du antwortest, „Ich habe keine Uhr.“. Ich frage weiter, „Ich weiß, dass du keine Uhr hast, aber wieviel Uhr ist es?“, worauf du antwortest, „Wir sitzen in einem Keller ohne Fenster, weswegen ich die Sonne nicht sehen kann, also auch nicht daran bestimmen kann, wieviel Uhr es ist.“. Ich will mich damit nicht begnügen und frage weiter, „wieviel Uhr ist es?“. Du überlegst, versuchst zu rekonstruieren, wann wir in den Keller gestiegen sind und wie lange wir schon hier unten sitzen könnten und dann sagst du, „ich weiß nicht wie lange wie schon hier unten sitzen und kann dir deshalb nicht sagen, wieviel Uhr es ist.“. Ich höre nicht auf zu fragen und langsam wird es die lästig. Damit ich endlich Ruhe gebe, sagst du, „Es ist genau 15.55 Uhr.“ Worauf ich entgegne, „Wie willst du das Wissen, du hast doch keine Uhr.“.

Unsinnige Sonnenuhr

Wer die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen will, sollte sich vorher überlegen, wie eine sinnvolle Antwort auf die Frage überhaupt aussehen könnte. Ist dem Fragenden aber die Form der Antwort bewusst, so verliert die Frage ihre Bedeutung, da er sich nun die Antwort selbst geben kann und dementsprechend nicht mehr fragen muss. Die Frage dient danach lediglich der Synchronisation mit den Anderen, eben der Klärung der Frage nach der Form der Antwort und nun nicht mehr der Antwort selbst. Überhaupt hat die Frage jetzt den Sinn den Hintergrund des eigenen und des anderen Handelns in den Vordergrund zu rücken. Erklärt wird dadurch nichts…



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