Archiv für Juni 2009

Zeit und Ameisen

Gerade erst geschlüpft und schon beginnt die Maloche. Für uns Ameisen rennt die Zeit, überrennt uns, holt uns immer wieder ein. Wer frei sein will, muss schneller sein, darf sich nicht vom Rad der Zeit überrollen lassen. Beine in die Hand und los geht es. Aber halt mal, welche Beine sind jetzt eigentlich Arme und welche Arme sind Beine. Umso mehr man davon hat, umso schwieriger wird die Differenz. Lassen wir das kurz beiseite… Der frühe Vogel fängt den Wurm, wodurch er überhaupt nur zum frühen Vogel wird. Würden alle Vögel jetzt zu Langschläfern, gäbe es den frühen Vogel eben immer noch, nur eben später. Wie ist das jetzt also mit der Ameisenzeit. Ist sie ameisenunabhängig oder relativ zu allen Ameisen? Wahrscheinlich beides. Ein Leben ist ein Leben, aber wie lange es dauert bestimmt am Ende doch jede Ameise selbst. Nachdem ich also aus dem Ameisenarbeiterleben ausgebrochen bin, hat sich meine Zeit verändert. Ich lasse mir Zeit, lasse sie sanft an mir vorbeifließen, renne ihr nicht mehr hinterher. Kurz mal stehen bleiben und die Details genießen. Die Welt beobachten, wie sie steht, wie sie geht, wie sie rennt. Die Bewegung lässt sich nur aus relativem Stillstand begreifen. Je nach Belieben bremse und beschleunige ich. Mal bin ich vorne, dann wieder hinten. Das Ganze von allen Seiten begreifen. Wichtige ist alle seine Sinne einzusetzen, sich einsetzen zu lassen. Nicht alle Sinne sind gleich schnell, also kann ich auch nicht konstant schnell sein, will ich allen Sinnen gerecht werden. „Wenn sie sich entfallten, entfallte auch ich mich.“, denke ich so, während ich pfeifend, pausierend, stehen bleibe.

Ameisenauge

Michael Jackson (*1959 – 2009) R.I.P.

Der „King of Pop“ ist tot!

Ruhe in Frieden!

Vulgär aufs Flugfeld

Stundenlange Pilgerung,
ein weiter Marsch
voller Irrungen
und Wirrungen

Den Tempel im Blick
mutig voran
ein paar Schritte nur
ein Katzensprung

und jetzt steh ich hier
so kurz davor
Verfickte Drecksbullerei, Wasserwerferschlampen, Arschhunde
bewachen den Todesfluchzaun vorm verfickten Hof.

Betrachtungen im Spiegel der Welt

Ich schau dich an. Seit Jahren nun schon. Ich schreie dich an: „Sag was?“, „Sprich mit mir?“, „Frag mich irgendwas!“, „Erzähl mir irgendwas!“.

Du schweigst nur, während du mich beobachtest, während ich dich beobachte. Wir schauen uns an. Ich versuche mir die Details einzuprägen, versuche dir irgendeine Regung zu entlocken, versuche dich zum sprechen zu bringen, doch du schweigst. Dieses Schweigen, dass mich verrückt macht.

Wenn du schon nicht sprichst, denke ich mir, dann will ich wissen, was du denkst. Denkst du überhaupt oder denke ich nur, dass du denkst, weil du schweigst.

Manchmal befüchrte ich, dass du mich auslachst. Nicht laut, nicht offensichtlich, aber in deinem Kopf ein dröhendes Lachen. Nur kann ich es nicht hören, weil ich hier draußen bin. Gefangen in diesem Draußen das immer schon Drinnen war.

Ich vergesse mich manchmal in deiner Beobachtung. Während wir uns anschauen, versuche ich zu sehen, was du siehst, damit ich sehen kann, was ich sehe. Am Ende sehe ich nichts. Vielleicht habe ich verlernt zu sehen, so wir du verlernt hast zu sprechen. Oder ist dein Schweigen Überzeugung? Überzeugt von was? Für dich scheint alles Sprechen nur ein Rauschen zu sein, dass vorrüber zieht wie Ebbe und Flut, wie die Jahre und Jahrhunderte, wie Anfang und Ende.

Das Rätsel ist nicht, das das du nicht stellst, sondern das du bist, ohne Rätsel, als Rätsel selbst… Nur ein Leben, nur eine Welt, keine Rätsel und doch rätselhaft zugleich!

Clown

Clown

Gedanken zum Beamen

Gedanken zum Beamen

Sind Menschen beambar? Ermöglicht Beamen Klonen? In welche Welt lass ich mich Klonen? Und was ist eigentlich der ganze Sinn?

Ich ---------> Nicht-Ich-Ich!



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