Aufbruch

[…] mit der Gesellschaft, die den Schein vom gerechten Tausch der Äquivalente noch aufrechterhalten konnte, zerfallen die kantischen Subjekte. Die Manager des Großkonzerns, der wegen seiner Überschuldung nicht mehr Bankrott erklären kann, der Scheck- und Computerbetrüger, der nicht einzusehen vermag, warum Zahlenkolonnen auf Monitoren noch realen Vorgängen adäquat sein sollten, und der Schizo aus der Alternativ- oder Schattenökonomie, der zum Naturalientausch oder gar zum Potlach zurückfindet, haben wenig, aber doch dieses gemeinsam: der Glaube an den Tausch von Äquivalenzen ist ihnen wie der Glaube an die eine verbindliche Vernunft abhanden gekommen. Es beginnt das Abenteuer einer Postmoderne, in der Kategorien wie Äquivalenz, Adäquanz und Identität so verwahrlosen wie der Tausch, nach dessen Bild sie formiert waren.

Entscheidungsfreiheit

Die Entscheidung zur Freiheit ist der Ausbruch aus dem Gefängnis des Determinismus, in das keine – noch so freie Entscheidung – dann wieder hineinführen kann.

Überflussgesellschaft

Durchfall ist überflüssig.

Bücherbus

Es gibt Bücher, die liest man an einem Tag, aber sie begleiten einen ein ganzes Leben.

Zeven dagen lang

Hamsterrad

Das Leben ist ein Hamsterrad. Wenn mensch Glück hat, ist mensch das Rad und wenn mensch Pech hat, dann ist mensch der Hamster!

Es wird Zeit…

Krisenmanagment

Angst konnte man vorher haben, als wir noch Hoffnung hatten.

Klemmbrettliebe

Eingeklemmt zwischen der Sehnsucht nach dem tröstenden Gefühl wenn ein Herz bricht und man merkt, dass es nicht das eigene ist, und der Sehnsucht nach den Menschen, die das Sterben trennt, nur um sie im Tod wieder zu vereinen.

Die Rache der Objekte

[…] die Produktion der billigen Schundware ist gleichsam die Rache der Objekte dafür, daß sie sich durch ein bloßes indifferentes Mittel aus dem Brennpunkte des Interesses mußten verdrängen lassen.





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